Lizards beim 55:102 ohne Chance gegen junge Weißenfelser

Am zurückliegenden Samstag reiste mit dem SSV Einheit Weißenfels eines der Topteams der Oberliga in die Altmark. Während die Gäste bislang eine starke Saison spielen, kämpft der BBC nach den Spielerabgängen in der Sommerpause noch um das richtige Zusammenspiel. Dennoch wollte das Gerstner-Team mit Leidenschaft und Tempo dagegenhalten.

Weißenfels begann sofort den Stendaler Spielaufbau unter Druck zu setzen. Der BBC hatte sichtlich Mühe ein strukturiertes Spiel aufzuziehen. Viele Ballverluste und eine schlechte Wurfauswahl waren die logische Konsequenz. Dem gegenüber punkteten die Gäste souverän über ihre schnellen Flügelspieler. Nach 5 Minuten sahen sich die Lizards bereits einem 1:12 Rückstand gegenüber. Bis zur Viertelpause änderte gelangen dem BBC gerade einmal 7 Punkte. Dass auch die Gäste "nur" 17 Punkte erzielten lag vor allem an der engagierten Defense der Lizards, die ihrerseits versuchten viel Druck auf die jungen Weißenfelser auszuüben.

"Es viel uns schwer, gegen die aggressive Verteidigung der Weißenfelser überhaupt in ein geordnetes Spiel zu kommen. Die vielen Ballverluste haben uns das Leben zusätzlich schwer gemacht." (Kapitän Carsten Mogk über den zerfahrenen Spielbeginn)

Im zweiten Viertel gelang dem BBC dann auch in der Defensive nur noch wenig. Immer wieder konnten sich die Weißenfelser offene Würfe herausspielen, während der BBC fast ausschließlich mit hektischen Offensivaktionen auffiel. Mit einem 4:21 Lauf und einem Spielstand von 11:37 schien das Spiel schon nach 18 Minuten entschieden. In der fälligen Auszeit forderte Coach Gerstner vor allem dazu auf zunächst einmal aus einer offensiven Grundaufstellung heraus zu agieren, um sich gegenseitig mehr Platz zu lassen. Die Worte zeigten Wirkung und vor allem die Hereinnahme von Alexander Herrmann bracht etwas Sicherheit in das Lizards-Spiel. 8 Punkte innerhalb von 2 Minuten ließen zumindest auf eine bessere zweite Halbzeit hoffen. (19:46)

Und tatsächlich gelang es dem BBC offensiv Lösungen zu finden. Rayk Wille und Frank Finselberger zeigten in dieser Phase mit starken Wurfaktionen Gegenwehr. Dass es nicht gelang den Rückstand zu verkürzen, lag vor allem daran, dass die Weißenfelser Jungs nun auch von der Dreierlinie heiß liefen. Mit 40:70 zum Ende des dritten Viertels bewegte sich der Score des BBC jedoch endlich nicht mehr in der Region von Handballergebnissen.

Lizards-Neuzugang Frank Finselberger als Lichtblick der BBC-Offense


Auch im letzten Viertel blieben die Lizards kämpferisch und versuchten alles, um das Publikum noch einmal zu begeistern. Allein die Offensivpower der Gäste, die nun auch die zusehends schwindenden Kräfte der Lizards ausnutzten, ließ keine Ergebniskosmetik zu. Letztlich verliert der BBC auch in der Höhe verdient mit 55:102 gegen starke Weißenfelser. Hoffnung macht vor allem die Moral der Lizards und die Tatsache, dass Neuzugang Frank Finselberger erneut zeigen konnte, dass er für die Mannschaft noch wichtig werden kann.

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